Übersetzer – So erreicht man diesen Berufwunsch

Als Übersetzer beschäftigt man sich mit der Übersetzung von geschriebenem Text (in Gegenteil zum Dolmetscher, der sich mit gesprochenem Text befasst). Generell werden fremdsprachige Texte in die Muttersprache übersetzt. Es kommt selten vor, dass eine Übersetzung in die Fremdsprache verlangt wird. Übersetzer können sich auf bestimmte Textsorten spezialisieren oder Übersetzungen in verschiedenen Bereichen durchführen.

Im Allgemeinen ist keine formelle Ausbildung nötig, um sich selbst als Übersetzer anzubieten. Ein ausgezeichnetes Verständnis der Fremdsprache und perfektes Beherrschen der Muttersprache, sowie weitreichendes Allgemein- und Fachwissen sind ausreichend, um erfolgreich Übersetzungen erstellen zu können. Betrachtet man jedoch die gutausgebildete Konkurrenz auf dem Markt, ist eine anerkannte Ausbildung anzuraten.

Es besteht die Möglichkeit, sich gleichzeitig zum Übersetzer und zum Dolmetscher ausbilden zu lassen.

Die Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer

Die Ausbildung zum staatlich geprüften Übersetzer umfasst generell die Absolvierung eines Vorbereitungskurses sowie eine Prüfung an einer Fachakademie oder einer Industrie- oder Handelskammer. Je nach Zulassungsbestimmungen werden auch andere Vorkenntnisse verlangt, wie zum Beispiel die Absolvierung einer Ausbildung oder Arbeitserfahrung in einem bestimmten Bereich.

Vorbereitungskurse werden von verschiedenen Veranstaltern angeboten und dauern in der Regel etwa sechs Monate bei einer Unterrichtsstunde pro Woche. Nach erfolgreichem Abschluss kann die Zulassung zur Übersetzerprüfung beantragt werden. Generell besteht die Prüfung daraus, verschiedene Texte sowohl aus der Muttersprache als auch aus der Fremdsprache zu übersetzen. Sowohl der Vorbereitungskurs als auch die Prüfung sind mit Kosten verbunden, diese variieren je nach Anbieter.

Die Ausbildung zum Diplom- Übersetzer

Die Ausbildung zum Diplom-/Bachelor- Übersetzer wird nach einem erfolgreichen Studium an einer Universität oder Fachhochschule abgeschlossen. Universitäten in Deutschland bieten verschiedene Studiengänge an, an denen man sich zum Beispiel zum Literaturübersetzer oder akademisch geprüftem Übersetzer ausbilden lassen kann. Studiengänge umfassen in der Regel umfangreiche Kurse in Literatur- und Sprachwissenschaft, sowie Übersetzerkurse. Einige Universitäten bieten den Übersetzerstudiengang auch Masterstudiengang an, der vier Semester umfasst. Voraussetzung für die Zulassung ist ein erfolgreich abgeschlossenes Studium zum Diplom- Übersetzer oder eine vergleichbare universitäre Ausbildung. Die Kosten für einen Studiengang im Übersetzen variieren je nach Universität, da die allgemeinen Studiengebühren verrichtet werden müssen.

Die Berufsausübung

Als Übersetzer kann man entweder als Freiberufler oder als Angestellter arbeiten. Die meisten Übersetzer entscheiden sich, selbstständig zu arbeiten, wie zum Beispiel für die bekannte Website www.schnelluebersetzer.de. Nur etwa zehn Prozent der Übersetzer in Deutschland sind fest angestellt. Weitere zehn Prozent sind arbeitslos gemeldet. Freiberufliche Übersetzer werden allgemein per geschriebener Zeile oder Seite bezahlt. Je nach Auftragslage können Übersetzer einen Bruttoverdienst zwischen EUR 1.000 und EUR 4.000 pro Monat erlangen, jedoch müssen davon noch verschiedenen Abgaben wie Steuern und Krankenkassenbeiträge bezahlt werden.

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