Tarotkarten Welche Arten gibt es und wie Funktionieren sie?

Tarotkarten können eine interessante Erfahrung und für manch einen sogar eine Lebenshilfe darstellen, dabei geht es vordergründig um Selbsterkenntnis und Divination, also die Kunst des Wahrsagens. Es existieren sehr verschiedene Systeme wie z.B. das keltische Kreuz, das drei Karten Orakel oder die Pyramide, die sozusagen die Form und Reihenfolge des Kartenlegens beschreiben. Ein Satz Tarotkarten besteht aus 78 Karten, wobei zwischen verschiedenen “Decks” differenziert wird, Beispiele dafür sind das Marseille-Tarot, das Rider-Waite-Tarot oder das Crowley-Tarot. Die verschiedenen Decks lassen sich vor ihrem kulturellen Hintergrund erklären, so gibt es recht viele ägyptische, keltische, aber auch indigene Varianten.

Arkana die Reise des Helden
Die Arkana stellt eine probate Methode dar, sich Reihenfolge und Bedeutung der Karten zu merken, dabei begibt sich der archetypische Held auf eine Reise praktisch durch die 22 Trumpfkarten; die Reise beginnt als naiver sorgloser Narr (Kind), die nächste Stufe stellen Magier und Hohepriesterin dar, diese beiden Figuren drücken die Realität und die Imagination aus. Darauf folgen Herrscher und Herrscherin, welche Vater und Mutter repräsentieren, gefolgt von dem Papst der spirituelles Wissen verkörpert. Das Ende der Kindheit wird durch den Wunsch nach Liebe (die Liebenden) signalisiert und dem Verlassen der Heimat durch den Wagen. Im Prozess des Reifens entsteht ein Sinn für Gerechtigkeit und Kraft für bestimmte Taten entsteht, ausserdem steht dem Reisenden ein Einsiedler zur Seite, denn Erfahrung erlangt man durch eigenes Handeln sowie durch Beobachtung; der Tod stellt eine Metapher für Veränderung, Loslösung also Emanzipation dar. Eine Art Erleuchtung überkommt den Reisenden und er erkennt die Notwendigkeit der Mäßigung, der Teufel erscheint und steht für eine Illusion oder Verführung, diese wird jedoch mit dem Fall des Turmes zunichte gemacht. Ein Stern erscheint und beruhigt den Protagonisten, ein inneres Gleichgewicht entsteht. Der Weg zurück in die Realität hinaus aus der Schattenwelt wird durch den Mond ausgedrückt, während die darauffolgende Sonne die Ankunft in der lebendigen, äusseren Welt aufgezeigt wird. Das Gericht bzw. die Welt ist das Ziel der Reise in der unser Held seine inneren und äusseren Fertigkeiten kennengelernt und entwickelt hat.

Raum für Interpretation
Die Legesysteme sind enorm vielfältig, so kann man beispielsweise drei Karten legen, die sich jeweils auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beziehen; die am häufigsten verwendete Methode ist jedoch das keltische Kreuz. Dabei werden den Karten Bedeutungen oder vielmehr Relationen zu dem Schicksal der betroffenen Person zugeordnet z.B. über die Zukunft, über Hoffnungen, Ängst und Einflüsse. Sollten sie jetzt neugierig geworden sein, empfehle ich ihnen einen Besuch bei Tarot auf questico.de.

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